|
Oberwesel ist eine Ausbuchtung des Rheintals ! In sanfte Rebenhänge eingebettet, führt der turmbewehrte
Ort völlig zu recht den Beinamen "Stadt der Türme und des Weines" ! Hoch über Oberwesel wacht die imposante 1000-jährige Schönburg. Zeitweise im Besitz der Grafen von Stahleck, übergab sie Friedrich I.
"Barbarossa" im Jahre 1166 einem seiner Beamten als Reichslehen. Die Nachkommen nannten sich nach ihrem Domizil "von Schönburg". Zu den reichsten und mächtigsten Familien in diesem Gebiet wurden sie,
durch den Rheinzoll in Oberwesel. Bereits 100 Jahre nach Lehnsübernahme wohnten bereits 5 Familien "von Schönburg" auf der Feste. Ein Fußweg zur Burg ab Oberwesel dauert ca. 30 Minuten. Die Stadt selbst steht auf
altem Siedlungsgrund von Kelten und Römern (400 n.Chr.), die hier eine alte Militärstation unterhielten. 1237 wurde die Schön- burg reichunmittelbar, und Oberwesel, früher Wesel, konnte sich durch Zahlung von 300 Mark Silber von
der Vogtei der Schönburger freikaufen. Dadurch wurde Oberwesel freie Reichsstadt. In den folgenden Jahren ersetzte sie die Umwallung durch die Stadtmauer, die noch heute mit 18 Türmen als vollständigste am Mittelrhein erhalten ist.
Bemerkenswert sind vor allem die massigen Rundtürme an der Rheinfront, der Ochsen- und der Haagsturm. Nach 1300 erbaute man mit Hilfe der vermögenden Herren von Schön- burg die beiden gotischen Stiftskirchen "Liebfrauen"
und "St. Martin". Beide enthalten wertvolle Gegenstände und Einbauten, der Wohlhabenheit der Stadt entsprechend. Besonders hervorgehoben sei hier die berühmte Orgel der schlanken Liebfrauenkirche
. |