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Geschichtliches: Die Burg der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz wurde um das Jahr 1245 erbaut. Die fast quadra- tische Kernburg ist von vier Gebäudeflügeln umgeben. Der
5-eckige Turm ist 29 Meter hoch. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg durch die Schweden zerstoert. Weitere Zerstörungen folgten im Jahre 1689 durch die Franzosen. Im
Anblick der Ruine schrieb Goethe im Jahre 1774 den "Geister- gruß". Im Jahre 1852 wurde Burg Lahneck im Stil englischer Gotik wieder aufgebaut. Anfang des 19. Jahrh. kaufte ein
Hofrat und Amtmann Peter v. Lassaulx Burg Lahneck, samt dem jenseits der Lahn gelegenen Arnsteiner Hof, von der nassauischen Domänenkammer. Sein Sohn, Peterv. Lassaulx,
veräusserte Burg Lahneck an einen Herren Monartry, Direktor der Rechts-Rheinischen-Eisenbahngesellschaft, der Renovation begann, die ein Herr Göde vollendete.
1880 erwarb Burg Lahneck der preußische Kammerherr und Zeremoniernmeister Graf Ewald v. Kleist-Tychow. Ihm folgten als Besitzer die Herren Hauswald-Magdeburg und
Admiral Mischke. Admiral Mischke hat durch Professor Caesar die stark von ihrem Ursprung abweichende ver- restaurierte Burg ihrem alten Aussehen näher gebracht.
Der Wiederaufbau wurde erst im Jahre 1937 abgeschlossen. Heute befindet sich in Burg Lahneck ein Museum und viele Besucher die hier verweilen, verfallen den nostalgischen
Reizen mittelalterlicher Vergangenheit, wenn sie den Burg- hof betreten, dessen Aussenmauern trutzig Burg Lahneck umspannen oder lauschen schweigend den erklärenden Worten
des Fremdenführers, der sie durch die guterhaltenen Wohn- räume, den Rittersaal, die Kapelle führt und sie zur Turmbesteigung auffordert. Nicht zuletzt lädt die Burg-
gaststätte zum Umdruck ein, wo man bei einem guten Gläs- chen Rheinwein die übermittelten Eindrücke eingehend be- spricht und die Erkenntnis gewinnt, daß hier ein Stück
längst vergessener Epoche erhalten geblieben ist. Als Eigentümer der Burg Lahneck werden heute die Erben- gemeinschaft G. Mischke und R.v. Peuschen genannt. Als
Erbauer der Burg wird das Erzstift Mainz - 1245 - ur- kundlich benamt. Wesentliche Umbauten erfolgten wie schon erwähnt 1852. Das Anwesen erfaßt einen fünf- eckigen Bergfried mit Pallas, das Nassauer Haus, die
Ulrichkapelle und den äusseren Ring. 1976/78 wurde Burg Lahneck als historisches Gebäude durch eine Broncetafel gekennzeichnet. Besichtigung: Sie kann in
der Zeit von Ostern bis Ende Oktober täglich besichtigt werden. (Besichtigung ca. 40 Minuten, gezeigt werden alte Möbel, Waffen, Rüstungen, eine Puppenstubensammlung u.v.m.).
In den Monaten August und September finden alljährlich auf der Burg Lahneck Freilichtspiele statt. Neben der Burg ist ein Campingplatz und ein Freibad ! Eintrittspreise: Er-
wachsene 6 DM und Kinder 2 DM. Führungen stündlich ab morgens 10 Uhr ! Neben der Burg ist ein Burgrestaurant für Hochzeits- und Gruppenfeiern. Außerdem ist direkt neben der
Burg noch das Schwimmbad-Cafe mit Restaurant. Geöffnet von März bis Ende Oktober. |