|
Der eigenbrötlerische und geizige Horace Vandergelder aus dem damals ländlichen Yonkers meint, dass er wohl doch heiraten solle, und nimmt mit der Heiratsvermittlerin Dolly Levi, die selbst verwitwet ist, Kontakt auf. Diese vermittelt ihm eine Verabredung mit einer Hutmacherin in New York, die er auch wahrnimmt. Als er abreist, schärft er Barnaby und Cornelius, den beiden Angestellten seines Handelsgeschäfts ein, den Laden gut zu hüten. Diese jedoch freuen sich, einen Tag lang seinem strengen Regiment zu entkommen und beschließen, einen Ausflug nach New York zu machen.
Zufällig treffen sie Dolly Levi, die die orientierungslosen Provinzler unter ihre Fittiche nimmt, ohne zu wissen, dass sie Angestellte ihres Auftraggebers Vandergelder sind. Sie landen in dem Hutgeschäft, dessen Inhaberin infolge Dollys Vermittlung mit Vandergelder verabredet ist. Vandergelder trifft alsbald dort ein; Barnaby und Cornelius verstecken sich und können so unerkannt bleiben. Während Vandergelders Verabredung infolge seiner Schroffheit schnell zu Ende geht, finden Barnaby und Cornelius Gefallen an zwei jungen Hutmacherinnen, auf die sie in dem Geschäft treffen. Dolly hat nun alle Mühe, die Inhaberin des Hutgeschäfts zu trösten und den beiden jungen Männern ein Mindestmaß an urbanen Manieren beizubringen. Sie meistert diese Aufgaben und zieht sich dann zurück, weil sie bemerkt hat, dass sie selbst Interesse an Vandergelder entwickelt, obwohl es ihr schwer fällt, sich selbst dies einzugestehen. Schließlich lädt sie Vandergelder in ein vornehmes Restaurant ein, in dem sie früher Stammgast war und vom gesamten Personal geschätzt wird (der dramaturgische „Aufhänger“ des Titelsongs).
Genau dorthin hat es auch Barnaby und Cornelius gezogen, die ihren neuen Freundinnen aus dem Hutgeschäft imponieren wollen, jedoch schnell bemerken müssen, dass sie die Preise dort nicht bezahlen können. Beim Versuch, sich aus dem Staub zu machen, treffen sie auf Vandergelder, der sie zur Rede stellt und dann wutentbrannt auf Dolly trifft, die ihm zunächst sehr deutlich sagt, dass sie ihn für einen widerwärtigen Kerl hält. Vandergelder macht sich auf den Nachhauseweg, doch Dolly hat inzwischen bemerkt, dass sie Vandergelder trotz seiner abweisenden Art liebt und überdies nicht mehr länger allein leben will. Sie fährt ihm nach Yonkers nach und gesteht ihm ihre Liebe. Vandergelder ist darüber erstaunlicherweise sehr erfreut und lässt sich von Dolly sogar bewegen, Cornelius und Barnaby zu verzeihen.
|
|